Konfirmation

Konfirmation bedeutet "Stärkung". Man könnte auch sagen: Proviant für den Lebensweg. Bis vor 50 Jahren fiel die Konfirmation für viele Jugendliche noch mit der Schulentlassung zusammen und war die beginnende Ablösung von den Eltern. Auch heute ist die Konfirmation ein Fest des Wandels - allerdings mehr im Blick auf körperliche Veränderungen und seelische Umbrüche auf dem Weg von der Kindheit zum Erwachsensein.

Mit dem Konfirmandenunterricht, der je nach Gemeinde zwei bis drei Jahre dauert, wird die Konfirmation vorbereitet. Hier wird über den christlichen Glauben geredet und über den Sinn des Lebens. Es geht um das Erwachsenwerden, auch um Verantwortung, die Erwachsene als Eltern oder als Bürgerinnen und Bürger tragen und damit auch um Fragen der Gerechtigkeit. Die Jugendlichen debattieren miteinander und entdecken zusammen, was für ihr Leben wichtig ist. Sie lernen andere Jugendliche ihrer Gemeinde kennen und besuchen gemeinsam die Gottesdienste. In vielen Gemeinden wird der Konfirmandenunterricht durch gemeinsame Freizeiten und Fahrten begleitet. Oft veranstalten mehrere Gemeinden zusammen den Konfirmandenunterricht.

Konfirmiert werden kann nur, wer getauft ist. Bei der Konfirmation bekennen die Jugendlichen, was ihre Eltern und Paten bei der Taufe für sie bekannt haben. Wenn ein Erwachsener getauft wird, ist das zugleich seine Konfirmation. Der Konfirmandenunterricht ist offen für alle interessierten Jugendlichen, also auch für die, die nicht getauft sind. Manche Jugendliche lassen sich während der Konfirmandenzeit taufen.

Die Konfirmation selbst ist ein festlicher Gottesdienst, der in der Regel zwischen Ostern und Pfingsten gefeiert wird. Höhepunkt ist das persönliche Zusprechen des Segens, die Einsegnung. Den Konfirmierten wird ein Bibelwort, der Konfirmationsspruch, mit auf den Weg gegeben. Oft suchen Jugendliche selbst in der Bibel nach Versen, die sie ansprechen. Im Gottesdienst werden eine Urkunde und ein kleines Geschenk der Gemeinde überreicht. Häufig ist mit der Konfirmation die erste Abendmahlsfeier der Jugendlichen verbunden.

Konfirmierte sind "religionsmündig". Sie können Pate oder Patin werden und ab dem 14. Lebensjahr den Gemeindekirchenrat mitwählen.

In vielen Kirchengemeinden wird jedes Jahr das Konfirmationsjubiläum mit einem Gottesdienst gefeiert. Dann treffen sich die Menschen, die vor fünfzig (Goldene Konfirmation), sechzig (Diamantene Konfirmation) oder sogar 75 Jahren (Kronjuwelen- konfirmation) zusammen in der Kirche konfirmiert wurden.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemeindesuche

 

Losung & Lehrtext

22.08.2019
Er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst.
Jesaja 53,8 Hebräer 12,3

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