Bienstädt

In Bienstädt leben heute rund 670 Einwohner, von denen etwa 150 der evangelischen Kirchgemeinde angehören. Im Oktober 2012 wurde die Pfarrstelle Bienstädt aufgehoben, die Gemeinde gehört nun zur Pfarrstelle Friemar. Das Pfarrhaus Bienstädt ist mit seinem Gemeinderaum noch immer Treffpunkt für Christenlehre, Seniorenkreis und für die Gottesdienste in der kalten Jahreszeit.


Friedenskirche

Den Namen Friedenskirche wählten die Bienstädter Bürger mit dem tiefen Wunsch nach friedevollen Zeiten für sich und ihre Kirche aus. Denn in den Napoleonischen Kriegen hatten der Ort und seine Bürger sehr gelitten. Das zerstörte Gotteshaus wurde im sogenannten Bauernbarock neu errichtet. Nach drei Jahren Bauzeit konnten die Bienstädter 1814 ihre Kirche weihen. 2008 wurde das Kirchendach restauriert, die Gauben wurden repariert und neue Fenster eingesetzt. 2009 folgte der Mittelresalit auf der Friedhofseite.

Seit 1802 riefen drei Glocken die Bienstädter zur Kirche. Die größte dieser drei wog zehn Zentner und trug die Aufschrift: "Gott segne und erhalte Bienstädt". Der Glockendreiklang verstummte im Kriegsjahr 1917. Viele Menschenleben und andere Opfer hat dieser barbarische Krieg Bienstädt gekostet. Neben den beiden großen Glocken waren auch 103 Orgelpfeifen und 95 Pfund Blitzableiter abzuliefern. Die Kirchenfassade trägt noch heute die Spuren der Einschläge. Wer sich jedoch von der Fassade nicht abschrecken lässt, den erwartet ein freundlicher Innenraum, der 1991 renoviert worden ist.

Zurzeit steht nur eine kleine elektronische Orgel zur Verfügung, eine Restaurierung der alten Kirchenorgel steht noch aus.

Eine Besonderheit in Bienstädt ist der nach dem Dorf benannte Wehrturm auf dem Kamm der Fahner Höhen. Er wurde vor Jahrhunderten zum Schutze der Stadt Erfurt und seiner Handelswege angelegt.
Die Bienstädter Warte ist, einer schönen Tradition folgend, jedes Jahr zu Himmelfahrt der Ort eines gemeinsamen Festgottesdienstes und Familientages im Kirchengemeindeverband "Fahner Land".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Losung & Lehrtext

16.10.2019
Haltet mich nicht auf, denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Jesus sah einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
1. Mose 24,56 Matthäus 9,9

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