Gotha, Margarethenkirche mit Emleben und Uelleben

Pfarrer Jochen Franz

Südstr. 4a
99867-Gotha

Fon (03621) 741295
Fax (03621) 737443

jjofra62@googlemail.com

 

Eine offene Kirche mitten im Trubel des Geschehens der Stadt - eine Oase für alle, die in diesem Trubel auf der Suche nach Stille sind, nach einem Gebet, vielleicht nach einem guten Gespräch. All das kann man in der Margarethenkirche finden. Aber auch viele Möglichkeiten in besonderen Gottesdiensten und bei musikalischen Veranstaltungen aufzutanken.  Seit Januar 2015 ist der Seelsorgebereich Margarethen/ Süd der flächenmäßig größte, mit 3 Predigtstellen, denn seitdem gehören auch die Dörfer Emleben und Uelleben mit dazu. Eine Aufgabe, die viel gegenseitige Rücksicht der Gemeindeglieder erfordert und ein gutes gemeinsames Arbeiten der Beiratsmitglieder.

Hoch ragt der Turm der ältesten Stadtkirche über die Dächer von Gotha hinaus. Unter dem Dach findet sich Traditionelles und Modernes im Miteinander: 

Die Nähe der beiden großen Innenstadtkirchen Margarethen und Augustin bedingt es, dass die Gottesdienste in Abstimmung abwechselnd an beiden Standorten gefeiert werden. In der Margarethenkirche stehen die Gottesdienste in der lutherischen Tradition mit Liturgie, Kirchenmusik und Predigt. Aber auch besondere Formen, wie "Nachteulengottesdienste", "Taizé-Gottesdienste", ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag oder Gottesdienst zum Gothardusfest haben ihren festen Platz.
Aktuelle Termine finden Sie im Gemeindebrief der Stadtkirchengmeinde.

Seit Dezember 2014 fehlt vielen Einwohnern Gothas etwas. Seit diesem Zeitpunkt schweigen unsere Glocken. Sowohl Glocken wie auch Glockenstuhl müssen erneuert werden. Ein großes Projekt an dem viele Menschen interessiert sind. Am Reformationstag 2017 soll es umgesetzt sein, dann werden sie zum ersten Mal wieder über Gotha läuten.

Am 29. 11. 2015, den 1. Advent, wurde Pfarrer Jochen Franz in einem festlichen Gottesdienst in sein neues Amt als Pfarrer des Seelsorgebereichs Margarethen mit den Dörfern Emleben und Uelleben eingeführt.

Café im Turm: Zum Gothardusfest und am Tag des offenen Denkmals ist das Turmcafé geöffnet. Ein einmaliger Blick auf Gotha und das Thüringer Land bis hin zum Inselberg und bei guter Sicht sogar bis zum Brocken im Harz lassen die Besucher immer wieder staunen.

Martinstag: Regelmäßig am 10. November beginnt der traditionelle Umzug mit Lampions und Fackeln mit einem Anspiel in unserer Kirche und führt durch die Innenstadt zur Augustinerkirche.
    
Nachteulengottesdienste: Für Ausgeschlafene laden wir viermal im Jahr um 17 Uhr zu einem etwas anderen Gottesdienst ein. Traditionelle und moderne Elemente lassen die Teilnehmer den Kirchenraum neu entdecken.

Weltladen: Im Turm der Margarethenkirche wurde im November 2014 ein Weltladen eröffnet. Die "Initiative Gotha - weltoffen und fair" bietet dort ein Sortiment aus fairem Handel, regionale Produkte und Kunsthandwerk aus den integrativen Werkstätten des Bodelschwingh-Hofes Mechterstädt an. Geöffnet ist der kleine Laden donnerstags 10-19 uhr und freitags 10-17 Uhr.


Musik wird in der Margarethenkirche schon immer groß geschrieben. 1812 wirkte beim deutschen Musikfest in der Margarethenkirche der Komponist und Pianist Carl Maria von Weber mit. Die Leitung hatte der Gothaer Hofkapellmeister Louis Spohr. Der Margarethenkirchenchor wurde 1896 gegründet. Heute laden Bachchor und Singkreis zum Mitsingen ein, wenn Oratorien, Motetten und andere Werke der großen Barock-Komponisten aufgeführt werden. Daneben gibt es musikalisch besonders ausgestaltete Gottesdienste, zahlreiche Konzerte von Gospel bis Orgel und Saxophon. Kantor der Margarethenkirche ist Kirchenmusikdirektor Jens Goldhardt.

Geschichte:

Die Margarethenkirche wurde im Jahre 1064 erstmalig erwähnt. Ab 1494 wurde die romanische Basilika schrittweise abgebrochen und auf den Fundamenten eine spätgotische Hallenkirche errichtet. Ein neuer Turm an der Westseite sollte die beiden Osttürme ersetzen. Die Reformation verzögerte das Projekt, denn Pfarrer Johann Langenhan machte um 1522 die Margarethenkirche und ihre Gemeinde zur ersten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Gotha. Dem Einsatz von Friedrich Myconius, ab 1524 der erste Evangelische Superintendent in Gotha, ist es zu verdanken, dass der Turmbau 1531 weitergeführt und 1542 vollendet werden konnte.

Beim großen Stadtbrand wurden die Margarethenkirche zerstört. Der Gothaer Herzog Ernst der Fromme veranlasste dern Wiederaufbau, mit dreigeschossigen Emporen und einer neuen Orgel. Die 1632 begonnenen Arbeit waren 1652 abgeschlossen. 1725 bis 1727 wurde das Innere der Kirche umgebaut und bekam seine barocke Prägung. Das 1928 fertig gestellte Epitaph für Herzog Ernst den Frommen ist heute an der Nordwand zu sehen.

Im ersten Weltkrieg wurden wie vielerorts die Bronzeglocken abgeliefert und fünf Jahre später durch ein Geläut aus Stahl ersetzt. Am 10. November 1944 beschädigten Luftminen die Kirche, vor allem den Turm, während das benachbarte Pfarrhaus mit dem Gemeindesaal nicht mehr zu retten war. 1952 bis 1955 wurde das Gotteshaus im Stil der spätgotischen Hallenkirche wieder aufgebaut, ohne die erhaltenen Zeugnisse der Barockzeit zu entfernen. 1953 konnte die erste Christvesper nach dem Krieg in der Margarethenkirche gefeiert werden. 1961 wurde eine Schuke-Orgel geweiht, wodurch eine rege Konzerttätigkeit zur Tradition werden konnte. 1989 bis 1991 wurde die Kirche umfangreich rekonstruiert. Indem Teile der Kirche abgetrennt und verglast wurden, entstanden Gemeinderäume, die zu einer Winterkirche verbunden werden können. Die Einweihung fand am 1. Advent 1991 statt. 


 

 

 

 

 

 

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Losung & Lehrtext

14.11.2018
Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf! Ich, der HERR, erschaffe es. Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!
Jesaja 45,8 2.Korinther 6,2

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