02.12.2020
Weihnachtskartenaktion für Gefangene

Zeichen der Zuwendung für Gefangene sind in der JVA Tonna angekommen.

Die Einschränkungen dieses besonderen Jahres verlangen uns allen viel ab und sind für uns alle sehr belastend. Trotzdem ist es auch jetzt gut sich zu vergegenwärtigen, dass es ganz in unserer Nähe Menschen gibt, die noch deutlich stärker betroffen sind, als die meisten von uns. Diese Menschen freuen sich ganz besonders über ein kleines Zeichen der Zuwendung und der Verbundenheit, gerade in diesen Zeiten. Gemeint sind die Gefangenen, die in der JVA Tonna eine Freiheitsstrafe verbüßen.

Die Gefangenen in Thüringen, insbesondere im Hochsicherheitsgefängnis in Tonna hatten und haben über Monate hinweg damit zu leben, dass Schule und Berufsausbildung komplett ausfällt, dass keine Arbeit und somit auch keine Möglichkeit Geld zu verdienen besteht, dass alle Therapie- und Freizeitmaßnahmen ausfallen müssen, ebenso kirchlichen Veranstaltungen und zusätzlich kein Besuch durch Angehörige möglich war oder ist. Viele Gefangene erleben sich als durch die Gesellschaft vergessen.

Als Geste der Verbundenheit und der christlichen Zuwendung haben die Seelsorger der JVA Tonna aufgerufen, Weihnachtskarten für die Gefangenen zu gestalten und zu schreiben. Die textliche und farbliche Gestaltung war frei überlassen, es dürfen sich jedoch keine Inhalte auf den Grußkarten befinden, die persönliche Rückschlüsse zulassen, wie Adressen oder Telefonnummern.

Die Karten wurden in den Pfarrämtern des Kirchenkreisesgesammelt und an Matthias Krause übergeben.

Für Rückfragen: Pfarrer Matthias Krause, Gefangenenseelsorger (m.krause@jva.thueringen.de)


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Foto: Anette Denner