15.09.2020
Doppelte Amtseinführung im Grünen

Pfarrererin Frauke Wurzbacher-Müller und Pfarrer Frieder Aechtner sind in einem Gottesdienst im Grünen am Samstag, 12. September in ihren Pfarrdienst eingeführt worden

Einen besonderen Gottesdienst feierten die Gemeinden im Norden des Kirchenkreises Gotha am vergangenen Samstag. Superintendent Friedemann Witting konnte in diesem Gottesdienst im Grünen vor der Kirche in Molschleben eine doppelte Amtseinführung vornehmen: Lang ersehnt konnte einerseits die seit Sommer 2019 vakante Regionalpfarrstelle mit Sitz in Friemar besetzt werden.

Pfarrer Frieder Aechtner war bereits ein Jahr lang mit den Amtsgeschäften betraut und insofern in den elf Dörfern des Kirchengemeindeverbandes „Fahner Land“ kein Unbekannter mehr. Im Sommer entschloss er sich zu einer Bewerbung, wurde einstimmig gewählt und ist nun fest installiert, sodass die Pfarrstelle für die kommenden Jahre besetzt ist.

Auf einer zweiten Stelle wird Pfarrerin Frauke Wurzbacher-Müller arbeiten, die allerdings einen größeren Bereich betreuen wird. Sie wird mobil im ganzen Kirchenkreis in den Gemeinden Hausgottesdienste und seelsorgerische Begegnungen ermöglichen. Als „mobiles Einsatzkommando“ bezeichnet sie Superintendent Witting. Der Kirchenkreis versucht mit dieser Stelle neue Wege zu gehen, denn Pfarrerin Wurzbacher-Müller ist frei von Verwaltungsaufgaben und Gremienaufgaben in den Gemeinden, kann sich ausschließlich den Menschen widmen – allerdings zusätzlich zur Arbeit der Kollegen und Kolleginnen auf den Gemeindepfarrstellen in deren Zuständigkeitsbereichen. „Das ist ein Experiment, von dem wir noch nicht wissen, wie es angenommen wird und wie es funktioniert.“, meint Witting.

Die beiden Einzuführenden versuchten sich während des Gottesdienstes sofort in praktischer Zusammenarbeit und hielten eine Dialogpredigt, die sich mit verschiedener Gemeinschaft beschäftigte und in der zum Beispiel deutlich wurde, dass Pfarrerin Wurzbacher-Müller ein klassisches Theologisches Studium mitbringt, während Pfarrer Aechtner ein Studium der Gemeindepädagogik absolvierte und in seine Arbeit den speziellen pädagogischen Blick und entsprechende Fragestellungen mitbringt.


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