13.11.2014
"Einmal essen macht zweimal satt" - Straßensammlung der Diakonie

Mit dem Verkauf von Suppe für den guten Zweck wurde am 19. November die Herbststraßensammlung von Kirche und Diakonie in Gotha eröffnet. Start war 11.30 Uhr auf dem Neumarkt vor der Margarethenkirche. Die Erlöse der diesjährigen Straßensammlung kommen der Begegnungsstätte LIORA im Gothaer Augustinerkloster zugute.

Unter dem Motto „Einmal essen macht zweimal satt“ startete am Buß- und Bettag die Straßensammlung in Gotha: Auf dem Neumarkt vor der Margarethenkirche wurde Suppe aus der Gulaschkanone des Bodelschwingh-Hof Mechterstädt e.V.  an Passanten verkauft: Ein Teller Erbsensuppe kostete 1,50 Euro und die Käufer wurden gebeten, den gleichen Betrag noch einmal als Spende zu geben. Mit Spendenbüchsen unterwegs waren Oberbürgermeister Knut Kreuch, Thomas Fröhlich (2. Beigeordneter des Landkreises Gotha), Superintendent Friedemann Witting (Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks), Andrea Schwalbe (Geschäftsführender Vorstand des Diakoniewerkes Gotha), die Fraktionsvorsitzenden im Gothaer Stadtrat Bärbel Schreyer (Freie Wähler Gotha), Bernd Fundheller (Die Linke) und Peter Leisner (SPD) sowie CDU-Stadträtin Sylvia Schäfer.  Unterstützt wurden sie von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Diakonie.

Auch am 20. und 21. November werden in der Zeit von 10 bis 14 Uhr Spenden auf dem Neumarkt gesammelt. Als Dankeschön erhalten die Spender kleine Papierengel. Diese wurden in den letzten Wochen in liebevoller Fleißarbeit von den Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Regelschule gefertigt.

Darüber hinaus gibt es am Freitag, dem 21.11., zwischen 10 und 15 Uhr einen kleinen Benefizflohmarktstand. Kinder und Eltern der evangelischen Kindertagesstätten „Teeschlösschen“ und „Pusteblume“ sowie der integrative Kindergarten der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. haben Kinderspielzeug dafür gespendet. So können Flohmarktbesucher nach Herzenslust in Spielzeug und Kinderbekleidung stöbern.

Die Erlöse der diesjährigen Straßensammlung kommen - wie in den fünf Jahren zuvor - der Begegnungsstätte LIORA zugute, welche ein Kooperationsprojekt zwischen Diakoniewerk Gotha, Kirchenkreis Gotha und der Stadtkirchgemeinde Gotha ist. LIORA kommt aus dem hebräischen und bedeutet übersetzt „Licht“. Dieser Begriff ist nicht nur Namensgeber, sondern auch Programm der Begegnungsstätte im Augustinerkloster. Als Anlaufstelle für Kinder und Erwachsene, die von Armut und Ausgrenzung bedroht sind, soll sie Geborgenheit, aber auch Orientierung bieten. Am Vormittag kommen hauptsächlich ältere und alleinstehende Menschen, die die Möglichkeit für Gespräche nutzen oder - bei Bedarf - Informationen zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten erhalten. 40 bis 60 Mittagessen werden täglich ausgereicht. Ab 14.30 Uhr ist LIORA dann für die rund 25 Kinder geöffnet, die eine warme Mahlzeit  erhalten, spielen und basteln können. Auch Freizeitangebote und soziale Gruppenarbeit stehen auf dem Programm.

Für die Kinder wie für die Erwachsenen sei LIORA ein zweites Zuhause, berichtete LIORA-Mitarbeiterin Simone Lamperti beim Pressegespräch zum Start der Straßensammlung, und dankte den prominenten Sammlern für ihren Einsatz. "Wir sind auf die kontinuierliche Unterstützung durch Geldspenden, Sachspenden oder ehrenamtliches Engagement angewiesen, um das Projekt zu stemmen" betonte Geschäftsführerin Andrea Schwalbe. Die Begegnungsstätte LIORA  benötige jährlich etwa 50.000 Euro für Betriebskosten und Lebensmittel. Diese werden vollständig aus Spenden finanziert, nur für die Personalkosten (Sozialpädagogin für Nachmittagsbetreuung, Küchenhilfen) gebe es staatliche Unterstützung.









Die Herbststraßensammlung von Evangelischer Kirche Mitteldeutschland und Diakonischem Werk Mitteldeutschland findet ab dem 15.11. in über 3000 Kirchgemeinden in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Teilen Brandenburgs und Sachsens statt. Etwa 10.000 Sammlerinnen und Sammler werden dabei um Spenden für Menschen in Armut erbitten.
Bei Fragen zur Straßensammlung oder wenn Sie die Sammlung unterstützen wollen, wenden Sie sich an Tanja Schreyer in der Kreisdiakoniestelle des Diakoniewerks Gotha, Tel. 03621-305846.


Mehr Fotos

Straßensammlung vor der Margarethenkirche  Start der Straßensammlung  Simone Lamperti, Bernd Fundheller, Friedemann Witting, Thomas Fröhlich, Peter Leisner, Sylvia Schäfer und Bärbel Schreyer (v.l.n.r.)  Später kam auch noch Oberbürgermeister Knut Kreuch dazu  Bärbel Schreyer von der FWG in Aktion, trotz Handicap  Eine Spende für LIORA  Auch Pfarrerin Stötzner aus Mühlberg (r.) unterstützte die Sammlung in Gotha  1,50 Euro pro Suppenteller kam LIORA zugute  Heiße Erbsensuppe für den guten Zweck  Den Passanten mundete des  Andrang zum Mittagsimbiss aus der Gulaschkanone  Die Presse informiert sich über die Straßensammlung - Simone Lamperti im Gespräch mit dem MDR